Ein Relaunch muss kein „Bitte einmal alles weg“-Moment für Ihre Sichtbarkeit sein. Wenn Sie Weiterleitungen sauber planen, Inhalte bewusst migrieren und Tracking vor dem Go-live testen, bleibt Ihre Auffindbarkeit stabil – und oft gewinnen Sie sogar neue Rankings dazu. In diesem Beitrag bekommen Sie eine praxistaugliche Relaunch-Checkliste (ohne Technik-Overkill), damit Ihr Website-Umzug nicht zur Traffic-Delle wird.
Inhalt
- Warum Relaunches so oft Sichtbarkeit kosten
- Vor dem Relaunch: Erst inventarisieren, dann gestalten
- URL-Mapping & 301-Weiterleitungen: Das Sicherheitsnetz
- Informationsarchitektur: Wenn Navigation plötzlich „zu kreativ“ wird
- Content-Umzug: Nicht alles ist gleich wertvoll
- Technik-Basics: Indexierung, Performance, Mobile
- Tracking & Consent: Damit Sie nach dem Go-live nicht im Blindflug sind
- Go-live-Plan: Der Relaunch ist ein Prozess, kein Klick
- Die ersten 30 Tage: Was Sie täglich (kurz) prüfen sollten
- Mini-FAQ: typische Fragen aus Frankfurt, Eschborn & Co.
Warum Relaunches so oft Sichtbarkeit kosten
Ein Relaunch ist für viele Teams vor allem Design, Marke, „endlich modern“. Für Suchmaschinen ist es aber eher ein Umzug mit neuen Straßennamen, neuen Türen und manchmal einem anderen Grundriss. Und jetzt die fiese Frage: Finden Ihre Besucher:innen (und Google) danach noch alles wieder?
Typische Ranking-Killer sind erstaunlich bodenständig:
- Seiten verschwinden, ohne Ersatz
- URLs ändern sich – aber Weiterleitungen fehlen oder sind falsch
- Interne Links zeigen ins Leere
- Title-Tags & Überschriften werden „schöner“, aber unklarer
- Tracking ist kaputt, niemand merkt’s – bis Wochen später
Gerade bei Unternehmen im Raum Frankfurt am Main, die regional stark über Suchanfragen kommen (Dienstleistung + Ort, „in der Nähe“, „Anfahrt“, „Öffnungszeiten“), kann so ein Einbruch direkt in weniger Anfragen durchschlagen. Und ja: Das fühlt sich unnötig an, weil es meistens vermeidbar ist.
Vor dem Relaunch: Erst inventarisieren, dann gestalten
Bevor Sie irgendwas „neu“ machen, brauchen Sie eine klare Bestandsaufnahme. Klingt trocken, spart aber später sehr viel Schmerz.
Was Sie vorher sichern sollten:
1. Alle aktuellen URLs (am besten als Liste)
2. Top-Seiten nach Traffic und Leads (welche Seiten bringen Anfragen?)
3. Top-Keywords pro Seite (wofür wird welche Seite gefunden?)
4. Backlinks (welche Seiten bekommen externe Verlinkungen?)
Wenn Sie rund um Bad Homburg oder Oberursel unterwegs sind und bestimmte Leistungsseiten seit Jahren funktionieren, dann sind das keine „alten Seiten“. Das sind Vermögenswerte. Die fasst man nicht an, ohne Plan.
Praktischer Tipp: Legen Sie eine Relaunch-Tabelle an. Spalten wie:
- Alte URL
- Neue URL
- Status (bleibt / wird ersetzt / entfällt)
- Notiz (Warum? Was ist der Ersatz?)
URL-Mapping & 301-Weiterleitungen: Das Sicherheitsnetz
Wenn sich URLs ändern, müssen alte URLs zuverlässig auf neue Ziele weiterleiten. Punkt.
301-Weiterleitungen sind dabei der Standard, weil sie Suchmaschinen klar sagen: „Dauerhaft umgezogen.“ Ohne dieses Netz fällt Ihr Traffic gern in ein Loch.
Worauf es ankommt:
- 1:1-Weiterleitungen statt alles auf die Startseite
- Keine Weiterleitungs-Ketten (alt → Zwischenziel → neu)
- Keine Weiterleitungs-Loops
- Auch PDFs, Bilder und wichtige Downloads berücksichtigen
Warum das für viele Firmen in Eschborn oder Offenbach besonders wichtig ist: Oft existieren viele gut verlinkte Unterseiten (Jobs, Referenzen, Leistungs-Detailseiten). Wenn die beim Relaunch „einfach weg“ sind, ist das wie ein Ladenumzug ohne neue Adresse.
Informationsarchitektur: Wenn Navigation plötzlich „zu kreativ“ wird
Manchmal wird beim Relaunch die Navigation „aufgeräumt“ – und am Ende findet niemand mehr, was vorher gut lief.
Ein guter Grundsatz:
- Klare Leistungsbereiche bleiben klar.
- Einsteigerseiten holen ab.
- Detailseiten liefern Tiefe.
Wenn Sie z. B. in Darmstadt Kunden haben, die sehr konkret suchen („[Leistung] Kosten“, „[Leistung] Ablauf“, „[Leistung] Anbieter“), dann brauchen Sie Seiten, die genau diese Fragen beantworten. Ein Menüpunkt „Lösungen“ mit drei hübschen Kacheln ist oft zu wenig.
Merksatz: Navigation ist nicht Deko. Sie ist ein Leitsystem.
Content-Umzug: Nicht alles ist gleich wertvoll
Beim Relaunch passiert oft das Gegenteil von dem, was sinnvoll wäre:
- Seiten mit Performance werden gekürzt („zu lang“)
- Seiten ohne Performance bleiben, weil sie „schön“ sind
Besser ist ein kleiner Content-Check mit drei Kategorien:
1. Behalten & verbessern (läuft gut, soll noch besser werden)
2. Zusammenführen (mehrere ähnliche Seiten → eine starke)
3. Ersetzen (alte Inhalte → neue, bessere Seite)
Gerade bei lokalen Anfragen aus Hanau oder Maintal wirken Inhalte am besten, die konkret sind:
- echte Leistungsbeschreibung
- klare Prozesse („So läuft’s ab“)
- Beispiele/Referenzen
- FAQ, die nicht aus Marketing-Phrasen bestehen
Und ja: Ein Relaunch ist eine gute Gelegenheit, endlich Seiten zu schreiben, die sich nicht wie ein Prospekt lesen.
Technik-Basics: Indexierung, Performance, Mobile
Sie müssen kein Tech-Team sein, um die wichtigsten Punkte zu prüfen. Diese Basics entscheiden mit, ob Google Ihre neue Seite schnell versteht.
Checkliste (kompakt):
- Robots.txt blockiert nichts Wichtiges
- Meta-Robots: keine „noindex“-Unfälle nach dem Go-live
- XML-Sitemap aktuell und eingereicht
- Canonical-Tags korrekt (keine Selbstsabotage)
- Core Web Vitals zumindest solide
- Mobile Darstellung ohne nervige Brüche
Wenn Ihre Zielgruppe auch unterwegs sucht (und das tut sie), zählt Mobile. Gerade bei „Anfahrt“, „Kontakt“, „Telefon“ sind das die Seiten, die nicht hakeln dürfen.
Tracking & Consent: Damit Sie nach dem Go-live nicht im Blindflug sind
Ein Klassiker: Relaunch live, alle klatschen, zwei Wochen später fragt jemand: „Warum sind die Leads so komisch?“ – und dann stellt sich heraus: Tracking war nie sauber aktiv.
Was Sie vor dem Go-live festziehen sollten:
- Conversion-Ziele (Formular, Telefonklick, Terminbuchung)
- Event-Tracking für wichtige Interaktionen
- Consent-Banner so, dass Messung nicht komplett kollabiert
- UTM-Logik für Kampagnen, Newsletter, Social
Wenn Sie im Raum Neu-Isenburg oder Dreieich mehrere Kanäle fahren, ist das doppelt wichtig. Sonst diskutiert man später über „Gefühl“ statt über Daten.
Go-live-Plan: Der Relaunch ist ein Prozess, kein Klick
Ein Relaunch sollte nicht „Freitag 18 Uhr“ passieren, wenn alle ins Wochenende verschwinden.
Besser:
- Go-live zu einem Zeitpunkt, an dem das Team erreichbar ist
- Klarer Rollback-Plan (falls etwas schiefgeht)
- Liste mit Soforttests: Startseite, Top-10-Seiten, Formulare, Tracking, Weiterleitungen
Und ganz ehrlich: Ein Relaunch ist nicht vorbei, wenn er live ist. Er fängt dann erst an, sich zu beweisen.
Die ersten 30 Tage: Was Sie täglich (kurz) prüfen sollten
Wenn Sie morgens 10 Minuten investieren, vermeiden Sie wochenlange Schäden.
Mini-Routine:
- Search Console: neue Fehler, Indexierungsprobleme
- 404-Fehler: entstehen neue „tote“ Seiten?
- Rankings grob beobachten (nicht panisch, aber wach)
- Leads/Conversions: stimmt die Menge und Qualität?
In Wiesbaden (und ja, auch wenn’s „nur um die Ecke“ ist) sehen wir oft: Ein Relaunch wirkt regional manchmal unterschiedlich schnell. Manche Keywords stabilisieren sich sofort, andere brauchen etwas. Wichtig ist, dass die technische Basis stimmt.
Mini-FAQ: typische Fragen aus Frankfurt, Eschborn & Co.
Müssen wir wirklich alle alten Seiten weiterleiten?
Alle, die Traffic, Leads oder Backlinks hatten: ja. Bei „toten“ Seiten kann man bewusst aufräumen – aber geplant.
Wie lange dauert es, bis Rankings wieder stabil sind?
Wenn sauber geplant wurde: oft wenige Wochen. Wenn Weiterleitungen fehlen oder Inhalte stark verändert wurden: deutlich länger.
Ist ein Domainwechsel beim Relaunch okay?
Kann man machen, aber es ist die Königsklasse. Dann brauchen Sie noch striktere Weiterleitungen und ein besonders enges Monitoring.
Sollten wir gleichzeitig neue Texte, neues Design und neue Struktur machen?
Können Sie – aber je mehr gleichzeitig geändert wird, desto schwieriger wird die Fehlersuche. Besser: bewusst entscheiden, was wirklich „jetzt“ sein muss.
CTA: Relaunch geplant? Lassen Sie ihn einmal „gegenchecken“, bevor es teuer wird
Wenn ein Website-Relaunch ansteht (oder schon läuft) und Sie sicherstellen wollen, dass Rankings, Anfragen und Messbarkeit nicht unter die Räder kommen, unterstützen wir Sie gern mit einem strukturierten Relaunch-Check: URL-Mapping, Weiterleitungen, Onpage-Checks, Tracking-Abnahme – pragmatisch, verständlich und mit klarem Fahrplan.
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