Warum sich Marketing-Automation gerade im Dezember lohnt
Die Wochen rund um den 19. Dezember sind in vielen Berliner Unternehmen ruhiger: große Kampagnen laufen, Budgets sind weitgehend verplant, operative Hektik nimmt ab. Genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um strukturiert an den eigenen Prozessen zu arbeiten – insbesondere an Marketing-Automation.
Statt 2026 erneut mit spontanen Einzelaktionen zu starten, können Sie jetzt automatisierte Strecken aufsetzen, die kontinuierlich neue Kontakte qualifizieren, bestehende Kund:innen aktivieren und Ihren Vertrieb entlasten.
---
Typische Herausforderungen Berliner Unternehmen
Gerade in Berlin, mit seiner dichten Wettbewerbslandschaft und vielen digitalaffinen Zielgruppen, sehen wir bei kleinen und mittleren Unternehmen immer wieder ähnliche Hürden:
- Zu viele manuelle Kampagnen: Newsletter, Einzel-Mails, Social-Posts – alles wird von Hand erstellt.
- Keine klaren Journeys: Kontakte erhalten unregelmäßige, inhaltlich wenig aufeinander abgestimmte Botschaften.
- Kein lokaler Bezug: Kommunikation wirkt austauschbar und hebt sich in der Berliner Szene nicht ab.
Marketing-Automation löst diese Probleme nicht über Nacht, schafft aber eine skalierbare Basis, um 2026 strukturierter und effizienter zu wachsen.
---
Die drei wichtigsten Automations-Strecken für den Jahresstart 2026
#### 1. Onboarding- oder Welcome-Strecke für neue Kontakte
Wer sich im Dezember oder Januar für Ihren Newsletter, Ihr Whitepaper oder Ihr Event in Berlin anmeldet, sollte eine klar definierte Abfolge von Nachrichten durchlaufen.
Mögliche Struktur:
1. Tag 0 – Willkommensmail:
- Dank für die Anmeldung
- Kurze Vorstellung Ihres Unternehmens in Berlin
- Hinweis auf einen starken Einstiegs-Content (z. B. Leitfaden oder Tool)
2. Tag 3–5 – Vertiefung:
- Einblicke in typische Kundenprojekte aus Berlin oder der Region
- Kurze Case-Study oder Best Practice
3. Tag 7–10 – Aktivierung:
- Einladung zu einem Webinar, Workshop oder einer Demo (ab Februar 2026)
- Option zur Präferenzabfrage: Welche Themen sind besonders relevant?
Vorteil: Sie bauen systematisch Vertrauen auf und nutzen die erhöhte Online-Aktivität rund um den Jahreswechsel, ohne jedes Mal eine neue Kampagne entwickeln zu müssen.
---
#### 2. Reaktivierungs-Strecke für inaktive Kontakte
Zwischen den Jahren ist ein guter Zeitpunkt, um Datenbanken aufzuräumen und inaktive Kontakte gezielt zurückzugewinnen.
Schritte für eine schlanke Reaktivierungs-Automation:
1. Segmentierung:
- Definition von "inaktiv", z. B. keine Öffnung oder Klick in 6–12 Monaten.
- Separates Segment für Kontakte aus Berlin/Brandenburg, um lokale Anknüpfungspunkte zu nutzen (Events, Branchentreffs, lokale Cases).
2. Reaktivierungs-Kampagne (2–3 E-Mails):
- Erinnerung an den ursprünglichen Mehrwert (z. B. Downloads, Events, Services)
- Konkretes, zeitlich klar begrenztes Angebot für den Neustart in 2026 (z. B. Zugang zu einem neuen Online-Format, Benchmark-Check oder Audit)
3. Konsequente Bereinigung:
- Wer nach der Strecke nicht reagiert, wird in ein Ruhe-Segment verschoben oder gelöscht.
So verbessern Sie die Qualität Ihrer Datenbasis für 2026 und fokussieren Ihre Budgets auf relevante Kontakte – ein entscheidender Wettbewerbsvorteil im vergleichsweise teuren Berliner Online-Markt.
---
#### 3. Nurturing-Strecke für Leads aus Berlin-spezifischen Kanälen
Viele Berliner Unternehmen generieren Leads über:
- lokale Events und Meetups
- Branchennetzwerke und Verbände
- regionale Medien und Kooperationen
Diese Kontakte unterscheiden sich oft von rein online generierten Leads – sie haben bereits einen ersten, häufig persönlichen Bezug zu Ihrer Marke.
Sinnvolle Nurturing-Strecke:
1. Event-/Kanal-spezifische Einstiegsmail:
- Konkreter Bezug auf den Touchpoint (z. B. "Danke für Ihren Besuch bei … in Berlin")
- Bereitstellung zusätzlicher Ressourcen passend zum Event-Thema
2. Vertiefung mit lokalem Fokus:
- Einblicke in Berliner Kundenprojekte
- Referenzen aus ähnlichen Branchen oder Kiezen (z. B. Mitte, Kreuzberg, Friedrichshain)
3. Klarer Übergang zum Sales:
- Möglichkeit zur Terminbuchung
- Angebot eines kurzen Strategie- oder Potenzialgesprächs für 2026
---
Worauf Sie bei der technischen Umsetzung achten sollten
Unabhängig von Ihrem Tool (z. B. HubSpot, Brevo, Klaviyo, Mailchimp oder ein anderes System) gelten einige Grundprinzipien:
1. Saubere Datenstruktur:
- Konsistente Felder (z. B. Branche, Standort, Interessen)
- Klare Definition, welche Attribute für Automation genutzt werden.
2. Einfache, skalierbare Logiken:
- Starten Sie mit wenigen, klaren If/Then-Bedingungen.
- Erst später komplexere Verzweigungen und Scorings ergänzen.
3. Rechtssicherheit und Transparenz:
- Double-Opt-in beibehalten
- Einverständnisse sauber dokumentieren
- Abmeldungen klar und unkompliziert ermöglichen
Gerade für Unternehmen in Deutschland – und damit auch in Berlin – ist ein DSGVO-konformes Setup Pflicht, um rechtssicher und nachhaltig zu wachsen.
---
Typische Quick Wins, die Sie noch 2025 umsetzen können
Wenn Sie kurz vor dem Jahresende starten, müssen es keine riesigen Projekte sein. Konzentrieren Sie sich auf:
- Eine saubere Welcome-Strecke für alle neuen Newsletter-Anmeldungen ab Januar 2026.
- Ein kompaktes Reaktivierungs-Programm (z. B. zwei E-Mails) für inaktive Kontakte.
- Standardisierte Übergaben an den Vertrieb, z. B. sobald ein Lead bestimmte Aktionen ausführt (Downloads, Webinar-Anmeldung, wiederholte Website-Besuche).
Diese drei Bausteine reichen, um bereits zu Beginn von 2026 spürbar effizienter zu arbeiten – gerade in der dynamischen Berliner Online-Marketing-Landschaft.
---
Fazit: Jetzt Strukturen schaffen, 2026 profitieren
Zwischen den Jahren müssen Sie keine lauten Kampagnen zünden, um Wirkung zu erzielen. Viel wichtiger ist, zentrale Automations-Strecken ruhig und durchdacht aufzusetzen.
Für Berliner Unternehmen bedeutet das:
- besser planbare Lead-Generierung in einem wettbewerbsintensiven Markt
- effizientere Nutzung von Budgets statt ständiger Ad-hoc-Aktionen
- mehr Zeit für Strategie und kreative Maßnahmen im Laufe des Jahres
Wer die ruhige Phase im Dezember 2025 für Marketing-Automation nutzt, schafft die Grundlage, um 2026 strukturierter, skalierbarer und messbar erfolgreicher zu arbeiten.