Viele Besucher sind schon interessiert – nur eben noch nicht entscheidungsbereit. Genau hier setzt Retargeting an: Sie bleiben sichtbar, bis der richtige Moment kommt. Wenn Sie’s sauber aufsetzen (ohne nerviges Dauerfeuer), wird aus „mal schauen“ erstaunlich oft „Lassen Sie uns sprechen“. In diesem Beitrag bekommen Sie ein praxistaugliches Retargeting-System: Zielgruppen, Inhalte, Frequenz, Budget und typische Fehler – so erklärt, dass Sie es direkt für Ihr Online-Marketing in Frankfurt am Main, aber auch für Umfelder wie Offenbach oder Neu-Isenburg nutzen können.
Inhalt
- Warum Retargeting oft der schnellste Hebel ist
- Die 3 größten Retargeting-Fehler (und wie Sie sie vermeiden)
- Zielgruppen, die wirklich Sinn machen: vom „Klicker“ bis zum „Fast-Kunde“
- Botschaften, die nicht nach Werbung riechen
- Retargeting-Funnel: eine einfache 3-Stufen-Logik
- Budget & Frequenz: genug Präsenz, ohne zu nerven
- Kanal-Mix: Google, YouTube, Meta, LinkedIn – was passt zu wem?
- Messung ohne Selbstbetrug: woran Sie Erfolg wirklich erkennen
- Mini-Checkliste: Retargeting in 60 Minuten vorbereiten
Warum Retargeting oft der schnellste Hebel ist
Stellen Sie sich vor, jemand läuft in ein Geschäft in der Leipziger Straße, schaut sich um, liest zwei Schilder, nickt – und geht wieder raus. War das Desinteresse? Nicht zwingend. Vielleicht war’s nur „noch nicht jetzt“.
Online passiert das ständig. Menschen klicken, lesen, vergleichen, werden unterbrochen. Retargeting ist dann wie ein freundlicher Reminder, kein Drängeln: „Sie waren doch eben da – wollen Sie den Faden wieder aufnehmen?“
Gerade bei Dienstleistungen (Online-Marketing ist da ein Klassiker) braucht’s oft mehrere Kontakte, bis jemand wirklich anfragt. Und statt ständig neue Klicks einzukaufen, holen Sie mehr aus den Besuchern raus, die Sie schon bezahlt oder organisch gewonnen haben.
Die 3 größten Retargeting-Fehler (und wie Sie sie vermeiden)
Retargeting hat einen schlechten Ruf – aber meistens liegt’s nicht am Prinzip, sondern am Setup.
1) Alle bekommen die gleiche Anzeige
Wenn jemand nur kurz auf dem Blog war, braucht er etwas anderes als jemand, der schon auf der Leistungsseite war. Gleiche Botschaft für alle wirkt schnell plump.
2) Zu viel Frequenz („Die verfolgen mich!“)
Wenn die gleiche Anzeige zehnmal am Tag auftaucht, kippt Sympathie in Genervtheit. Das ist nicht „mehr Branding“, das ist einfach zu viel.
3) Kein klares nächstes Ziel
„Jetzt kontaktieren“ direkt nach einem flüchtigen Besuch? Kann funktionieren, ist aber oft zu früh. Besser: erst Vertrauen, dann Gespräch.
Wenn Sie diese drei Punkte im Griff haben, fühlt sich Retargeting eher wie Service an – und genau so soll’s sein.
Zielgruppen, die wirklich Sinn machen: vom „Klicker“ bis zum „Fast-Kunde“
Die Kunst ist, Besucher nach Nähe zur Entscheidung zu sortieren. Ein pragmatisches Set, das in Frankfurt genauso funktioniert wie in Maintal oder Oberursel:
- Alle Website-Besucher (letzte 30–90 Tage): nur für sehr weiche Botschaften.
- Besucher wichtiger Seiten: z. B. „Leistungen“, „Preise“, „Kontakt“. Das sind Ihre „Warm“-Zielgruppen.
- Engagierte Leser: Menschen, die mehrere Seiten angesehen oder länger gelesen haben.
- Abbrecher vor dem Kontakt: Formular gestartet, aber nicht abgeschickt (wenn technisch sauber abbildbar).
- Bestandskunden / Leads (Listen-Upload): für Cross-Sell, Reaktivierung oder Event-Einladungen.
Wichtig: Halten Sie’s schlank. Drei bis fünf Zielgruppen reichen meistens. Retargeting ist kein Sammelalbum.
Botschaften, die nicht nach Werbung riechen
Retargeting gewinnt man nicht mit Lautstärke, sondern mit Relevanz. Fragen Sie sich: Was braucht die Person jetzt, damit sie den nächsten Schritt geht?
Ein paar Formate, die erfahrungsgemäß gut funktionieren:
- „2-Minuten-Klarheit“: ein kurzer Beitrag/Guide, der ein Problem sauber einordnet („Warum Ihre Anfragen stocken, obwohl der Traffic stimmt“).
- Mini-Case: eine kleine Vorher/Nachher-Story, gern lokal greifbar („So wurde aus mehr Sichtbarkeit in Bad Vilbel auch mehr Gesprächsqualität“).
- Checkliste: „7 Punkte, die Ihre Website sofort vertrauenswürdiger machen“.
- FAQ-Ad: eine Anzeige, die Einwände abräumt („Wie schnell sieht man Ergebnisse? Was kostet das? Was übernehmen Sie, was wir?“).
- Low-Friktion-Angebot: statt „Termin buchen“ erst „Kurzer Website-Check“ oder „Kampagnen-Review“.
Klingt simpel – ist aber genau die Art von Content, die wie ein gutes Gespräch wirkt: ruhig, klar, hilfreich.
Retargeting-Funnel: eine einfache 3-Stufen-Logik
Sie müssen keinen komplizierten Funnel zeichnen. Drei Stufen reichen, wenn die Übergänge stimmen.
1) Wiederankommen lassen (Awareness/Reminder)
Für alle Besucher: kurze, hilfreiche Inhalte. Ziel: Wiederbesuch, nicht Abschluss.
2) Vertrauen stapeln (Consideration)
Für Menschen, die Leistungen/Angebot angeschaut haben: Case Snippets, FAQ, Proof-Elemente, „So arbeiten wir“-Einblicke.
3) Gespräch auslösen (Conversion)
Für sehr warme Zielgruppen (Kontaktseiten-Besucher, wiederkehrende Nutzer): konkreter CTA wie „Erstgespräch“, „Audit“, „Plan-Call“.
In Städten wie Eschborn, wo viele Anbieter um ähnliche Zielgruppen buhlen, macht genau diese Staffelung oft den Unterschied: Sie wirken nicht wie der zehnte Werber, sondern wie der eine Anbieter, der’s sinnvoll erklärt.
Budget & Frequenz: genug Präsenz, ohne zu nerven
Retargeting braucht selten große Budgets. Aber es braucht ein sauberes Gefühl für Frequenz.
Ein pragmatischer Rahmen:
- Frequenz begrenzen (je Plattform möglich): lieber konstant 2–4 Sichtkontakte pro Woche als 20 an einem Tag.
- Budget nach Zielgruppe staffeln: warmste Zielgruppen bekommen den größeren Anteil.
- Creatives rotieren: alle 2–4 Wochen mindestens ein neues Motiv/Hook testen.
Wenn Sie in Offenbach oder Neu-Isenburg eine überschaubare Zielgruppe haben, ist Frequenzsteuerung doppelt wichtig. Sonst brennen Sie die Leute mit Wiederholungen aus.
Kanal-Mix: Google, YouTube, Meta, LinkedIn – was passt zu wem?
Die Plattform ist nicht „Geschmackssache“, sie ist Zielgruppen- und Angebotslogik.
- Google Display / YouTube: gut für breite Sichtbarkeit und erklärende Videos („Warum wir so vorgehen“). YouTube kann bei erklärungsbedürftigen Services überraschend stark sein.
- Meta (Facebook/Instagram): oft sehr effizient für Erinnerung + Storytelling. Funktioniert gut, wenn Sie starke, verständliche Creatives haben.
- LinkedIn: spannend im B2B, besonders wenn Entscheider Zielgruppe sind. Häufig teurer, aber qualitativ.
Tipp aus der Praxis: Wenn Ihre Website bereits gute Inhalte hat (z. B. Guides, Checklisten, Cases), dann ist Meta/LinkedIn oft der bessere Start als „nur“ Display-Banner.
Messung ohne Selbstbetrug: woran Sie Erfolg wirklich erkennen
Retargeting wird gern falsch bewertet. Manche schauen nur auf den letzten Klick – und wundern sich, warum’s „nicht skaliert“. Andere feiern View-throughs, ohne zu prüfen, ob’s echte Gespräche waren.
Ein sinnvoller Mittelweg:
- Primär-KPI: qualifizierte Anfragen / Termine (nicht nur Leads)
- Sekundär: Wiederkehrer-Rate, Time-on-Site bei Retargeting-Traffic, Kontakt-Klicks
- Qualitatives Signal: „Sie waren mir schon ein paar Mal präsent“ – wenn Kunden das sagen, wirkt’s.
Und ja: Nicht jede Retargeting-Kampagne wird sofort „Last Click“-Champion. Oft ist sie der Grund, warum jemand nach einer Woche wiederkommt und dann direkt über Google anfragt.
Mini-Checkliste: Retargeting in 60 Minuten vorbereiten
Wenn Sie heute starten wollen, nehmen Sie das hier als Fahrplan:
1. 3 Zielgruppen definieren (alle Besucher / Leistungsseiten / Kontakt-nahe Besucher)
2. Je Zielgruppe 1 klares Ziel (Wiederbesuch / Vertrauen / Termin)
3. Je Zielgruppe 1–2 Anzeigen (nicht zehn)
4. Frequenz-Limit setzen
5. Landing-Ziel prüfen: Passt die Seite wirklich zur Anzeige?
6. UTM-Logik festlegen (damit Sie später nicht raten)
7. Nach 7 Tagen: erste Learnings, Creatives nachschärfen, nicht hektisch „alles neu“
Retargeting ist kein Trick. Es ist gutes Timing. Und wenn Sie’s wie ein Gespräch aufbauen, fühlt es sich für die Zielgruppe auch so an.
CTA: Wollen wir Ihr Retargeting so aufsetzen, dass es sich gut anfühlt – und messbar wirkt?
Wenn Sie möchten, schauen wir uns gemeinsam an, welche Zielgruppen auf Ihrer Website wirklich Sinn machen, welche Botschaften bei Ihnen Vertrauen auslösen und wie Sie Retargeting in ein sauberes System bringen.
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